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Arrecife war ursprünglich ein Fischerdorf. Als 1852 die alte Inselhauptstadt „Villa de Teguise“ von Seeräubern verwüstet wurde,
ernannte man Arrecife zur neuen Hauptstadt von Lanzarote. Arrecife liegt an einem Küstenabschnitt, dessen
Felsenriffs Schutz vor Seeräubern bot.
Heute ist Arrecife eine Stadt mit ca. 55.000 Einwohnern. Als
Hauptstadt bestimmt Arrecife das Kultur- und das Geschäftsleben der Insel
Lanzarote. Hier liegt auch die Inselverwaltung.
In den letzten Jahren wurde das Bild der Altstadt
verbessert. Einige der schönen, zum Teil herrschaftlichen Gebäude wurden
restauriert.
Vor ein paar Jahren wurde auch die Geschäftsstraße Calle de Leon zur
Fußgängerzone ausgebaut. Hier laden Boutiquen, Schuhläden und Parfümerien zum
Bummeln ein. Überall findet man urige, einfache Tappa-Bars, gediegene Cafes und
In-Kneipen.
Es herrscht ein buntes, städtisches Treiben. Auch wenn es
nirgendwo auf der Insel Staus und unangenehmen Verkehr gibt – in Arrecife wird
man fündig. In den engen Gassen ist kurz vor der Siesta (12:00h – 13:00 h) und
am Abend vor Geschäftsschluss (19:00h – 20:00h)
kaum ein durchkommen.
Arrecife ist also kein Touristenort, diese Stadt gehört den
Einheimischen. Es gibt wenig nennenswerte Hotels, bis auf eine geschichtsträchtige
Ausnahme.
Das Grand Hotel: Wer Arrecife noch aus den 90iger Jahren kennt, wird sich vielleicht
an das alte Hochhaus erinnern, das 1994 völlig ausbrannte. Diese Brandruine
bestimmte das Bild der Stadt fast 10 Jahre lang. Es war und ist das höchste
Gebäude Lanzarotes und so konnte man sich jahrelang nicht entscheiden, was
damit zu tun sei. Anfang dieses Jahrhunderts entschloss man sich zum
Wiederaufbau. 2004 wurde im Hochhaus das „Grand Hotel“ eröffnet.
Sehenswert
Castillo de San Gabriel: Geht man vom Grand Hotel aus die Uferpromenade in Richtung
Norden gelangt man zur wunderschönen, alten Zugbrücke „Puente de las Bolas“. Sie führt zum Castillo de San Gabriel, einer
alten Festung aus dem 16. Jh. Heute birgt das Castillo ein archäologisches
Museum (Museo Arqueológico) mit Exponaten aus altkanarischen Epochen.
Charco San Ginés: Am nördlichen Ende der Uferpromenade von Arrecife befindet
sich ein Meeresbecken, der Charco San Ginés. Er dient vielen kleinen Fischerbooten
als Standplatz. Bei Flut wirkt das Becken wie ein kleiner See. Bei Ebbe ist es
bis auf eine Pfütze ausgelaufen und die Boote liegen im Schlick. An der
Uferpromenade des Charco San Ginés laden ein paar urige Tappa-Bars mit Tischen
im Freien ein. Im Schatten ihrer großen Sonnenschirme lässt es sich hier gemütlich
pausieren.
Strand
Playa El Reducto: Direkt vor dem Grand Hotel beginnt der „Playa El Reducto“
mit etwa 500 m Länge. Er liegt direkt an der sehr befahrenen Uferstraße und ist
nicht zu empfehlen.
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