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In Villa de Teguise bewegt man sich spürbar auf historischem Boden – die gesamte Altstadt ist denkmalgeschützt. Enge, mit Kopfstein bepflasterte Gassen, koloniale Herrschaftsgebäude und sakrale Prachtbauten prägen das Bild des alten Ortskerns. Heute beherbergen diese historischen Gebäude Restaurants, Bars, edle Boutiquen und Souvenirläden. Ein Einkaufsbummel ist wirklich empfehlenswert. Allerdings nicht am Sonntag, denn da herrscht ein turbulentes Markttreiben (siehe unten).
Das kulturelle Zentrum Lanzarotes Villa de Teguise gilt auch als das kulturelle Zentrum Lanzarotes. So gibt es im Convento de Santo Domingo das ganze Jahr über wechselnde Ausstellung heimischer Künstler sowie klassische Konzerte. Life-Musik gibt es in verschiedenen Bars und Restaurants.
Sehenswert
Kirche San Miguel: Dieses neugotische Gotteshaus wurde 1428 auf dem „Plaza de la Constitución“ erbaut und zählt damit zu den ältesten Kirchen der kanarischen Inseln. San Miguel wurde mehrmals von Piraten zerstört und von den Lanzaroteños wieder aufgebaut. Die letzte, heute zu besichtigende „Fassung“ dieser Kirche entstand nach einem Großbrand im Jahr 1909.
Palacio Spinola: Wer wissen möchte, wie der lanzarotenische Adel im 18. Jh. residierte, sollte sich den „Palacio Spinola“ ansehen. Dieser herrschaftliche Palast wurde zwischen 1730 und 1780 erbaut. 1974 wurde er sehr liebevoll und originalgetreu restauriert. Wie bei vielen wichtigen Bauprojekten dieser Zeit fungierte auch hier der Künstler und Architekt César Manrique als künstlerischer Berater. Heute dient der Palacio Spinola als Museum.
Markt: Jeden Sonntag, zwischen 10:00 – 14:00 Uhr ist von der Ruhe und Gelassenheit
in Villa de Teguise nichts zu spüren. In der gesamten Altstadt herrscht reges
Markttreiben. Hunderte von Marktständen werden aufgebaut. Es wird fast alles
angeboten: Textilien, Lederwaren, Schmuck, afrikanisches und lanzarotenisches
Kunsthandwerk sowie kulinarische Spezialitäten der Insel. Leider überwiegt der
übliche „Billig-Ramsch“. Doch mit etwas Geduld kann man auch am Markt das eine
oder andere interessante Souvenir finden.
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Castillo Santa Barbara: Im 16. und 17. Jahrhundert war Lanzarote immer wieder brutalen
Überfällen von Piraten ausgesetzt. Ende des 16. Jh. wurde deshalb auf dem
Vulkanhügel „Guanapay“ (452 m) nahe der Stadt Villa de Teguise eine Festung
erbaut, das Castillo Santa Barbara. Vom Castillo aus hat man einen herrlichen
Rundblick bis zur Nachbarinsel „La Graciosa“. Vor allem lassen sich die
Küstenstreifen rund um die nördliche Hälfte Lanzarotes einsehen. Das Castillo
Santa Barbara diente deshalb als Aussichtsturm, um frühzeitig vor Piraten
warnen zu können. Den Adeligen der Stadt bot die Festung einen Schutzraum.
Heute wird das Castillo Santa Barbara als kleines Museum genutzt, in dem man
die Geschichte lanzarotenischer Emigranten bestaunen kann.