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Yaiza und Uga - diese beiden Dörfer im Süden der Insel Lanzarote liegen direkt nebeneinander. Bei den großen Vulkanausbrüchen in den
Jahren 1730 bis 1736 wurden sie fast vollständig zerstört. Viele der umliegenden, ehemals
sehr fruchtbaren Felder, sind heute noch mit erstarrter Lava bedeckt. Es gibt
nur wenig landwirtschaftlich nutzbare Fläche rund um diese Dörfer. Heute leben
in Yaiza und Uga neben Einheimischen auch viele „Auswanderer“, die den wärmeren
Süden bevorzugen und dennoch die Ruhe und Abgeschiedenheit lanzarotenischer
Dörflichkeit lieben.
Die Besonderheiten von Yaiza
"Das schönste Dorf Spaniens": Diesen mehrfach verliehenen Titel trägt Yaiza wirklich zu
Recht.
Hier wurde schon nach den Vulkanausbrüchen (1730 – 1736) versucht, den
ursprünglichen Charakter wieder her zu stellen. Dieses Streben ist bis heute
geblieben und man findet in Yaiza einen Ortskern, der an jeder Ecke die Liebe
zur lanzarotenischen Heimat widerspiegelt.
Die Iglesia Nuestra Senora de los Remedios wurde nach den
Vulkanausbrüchen aufwändig restauriert. Es herrscht eine ganz besondere
Atmosphäre in dieser Kirche. Im Blickfang steht eine Madonna. Sie ist
naiv-lieblich gestaltet, fast schon kitschig in einen hellblauen Mantel gehüllt
- aber ihr Lächeln unter einem goldenen Halbmond hat eine mystische
Ausstrahlung. Fürbitten, Leiden und Freuden von Generationen werden hier greifbar.
Ja, diese Kirche hat etwas Mystisches, etwas, das über die Religionen hinaus
weist. Das scheint auch der Pfarrer dieser Gemeinde zu spüren. Es wird fast
immer leise Musik gespielt, manchmal auch buddhistisch angehauchte Meditationsklänge.
Schade nur, dass die “Iglesia Nuestra Senora de los Remedios" auch auf dem
Fahrplan von Bus-Rundtouren steht. Wenn die „Touristen“ mit ihren Kameras
einfallen, ist der Zauber vorbei. Aber, sie sind nach ein paar Minuten wieder
weg und hinterlassen die Kirche in ihrer mystischen Schwingung als sei nichts
geschehen.
Die Besonderheiten von Uga
Dromedar-Zucht: Im Timanfaya-Nationalpark kann man eine kleine Runde
auf dem Kamelrücken drehen. Bis zu 100 Kamele stehen dafür bereit. Sie werden in Uga gezüchtet und beherbergt. Jeden Tag werden sie zu ihrer
„Arbeit“ in den Nationalpark getrieben. Es wurde dafür sogar ein kleiner Straßentunnel gebaut.
Schule für den "Lucha Canaria": Auf den kanarischen Inseln gibt es einen ganz besonderen Kampfsport, den „Lucha Canaria“. Es ist ein Ringkampf,
der von den Guanchen stammt. In Uga befindet sich eine renommierte Schule für
diesen Kampfsport.
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