| Gesamtkunstwerk aus Natur und Fantasie |
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Ein "Stimmungsbild" von Romana Brunnauer
Als ich 1999 das erste Mal meine Ferien auf Lanzarote verbrachte, hatte ich schon nach ein paar Tagen das Gefühl, mich in einer artifiziellen Welt zu bewegen. Nun leben wir ein paar Jahre auf der Insel, aber dieses Gefühl hat mich bis heute nicht verlassen. Sobald ich hinaus in die Natur gehe oder mit dem Auto die Insel durchquere, verschwindet meine reale Welt und mir scheint als durchwandere ich ein wundersames Bühnenbild. Wie fein und harmonisch sich die Kraterhügel aneinander schmiegen. Wie weit sich die Landschaft erstreckt und doch überall das Ende der Insel ahnen lässt. Wie perfekt die rotbraune Erde zur schwarzen Lavaasche passt. Wie intensiv hier das Grün der Kakteen und Sukkulenten strahlt. Wie nuanciert sich der Atlantik zeigen kann: dunkeltürkis an den anthrazitfarbenen Felsen, grünlich schimmernd in den kleinen Sandbuchten und meerblau an den weiten weißen Stränden. Und erst das Farbenspiel am Abend, wenn die Sonne hinter der Bergkette verschwindet und ihre letzten Strahlen auf die Passatwolken richtet. Rosa, Pink bis hin zu Violett – alle Farbtöne sind vertreten und leuchten so unwirklich wie gemalt.
Die Natur Lanzarotes ist für sich schon ein "göttliches" Kunstwerk. Die arabsich angehauchte Archtiektur der Bauerndörfer, die vielen Skulpturen in freier Natur sowie etliche Bauten im Manrique-Stil machen aus Lanzarote ein "Gesamtkunstwerk aus Natur und Fantasie".
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