Die heilsame, kreative und aktive Seite der Insel Lanzarote
Geologie: Was Vulkane so alles schaffen ...
Vor rund 36 Millionen Jahren bildeten wiederholte, unterseeische Vulkanausbrüche den Sockel Lanzarotes. Verantwortlich für diese Eruptionen waren die Kontinentaldrift sowie Hotspot-Vulkanismus. Vor etwa 15,5 Mio. Jahren wuchs die Insel Lanzarote quasi aus dem Meer heraus.

Das heutige "Lanzarote" - also seine Oberfläche - entstand grob gesehen in vier eruptiven Phasen:

Phase 1:
Vor ca. 15,5 bis 3,8 Mio. Jahren entstanden die nördlichen und südlichen Gebirgszüge, das Famara-Massiv (Nord) und Los Ajaches (Süd), der östliche Teil der Rubicón-Ebene sowie einige Vulkane im heutigen Gebiet um die Gemeinde Tias.

Phase 2:
Vor ca. 1,3 bis 2,7 Mio. Jahren entstnaden im Norden der Atalaya-Gebirgszug  (bei Haría) und der der Montaña de Guanapay (bei Teguise). Im Süden bildete sich der westliche Teil der Rubicón-Ebene (bei Yaiza/Plaja Blanca) mit dem Montaña Roja. Im Inneren der Insel entstanden eininge Vulkane.  

Phase 3:
Vor etwa 730.000 bis 240.000 Jahren gab es auf der ganzen Insel an die 100 Eruptionszentren.  

Phase 4:
Vor etwa 8.000 - 16.000 Jahren (hier ist sich die Fachwelt nicht ganz einig) erzeugte eine gewaltige Eruptionsphase im Norden der Insel das "Malpaís de la Corona". Auf einer Fläche von ca. 30 qkm entstanden viele unterirdische Höhlen, die zum Teil mit dem Meeresgrund verbunden sind. Dazu gehören auch die "Cuevas de los Verdes", die man heute besichtigen kann.

Von 1730 bis 1736 und im Jahr 1824 ereigneten sich jene Vulkanausbrüche, die geschichtlich dokumentiert sind und den Südwesten Lanzarotes ein weiteres Mal veränderten. Stärke, Dauer, Lavamenge und deren Zusammensetzung dieser Vulkanausbrüche sind weltweit einzigartig. An die 30 Vulkane bedeckten über 23% der Insel mit neuer Lava, die u.a. auch das Olivin-Material enthält. Fast das ganze Gebiet gehört heute zum Natioanlpark "Timanfaya".

 

 
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